10. Demographischer Wandel betrifft jedes Alter – Wie können wir das Miteinander der Generationen zukünftig gestalten?

Herausforderung Demografischer Wandel

Der demografische Wandel betrifft nicht nur alle Generationen existentiell, sondern hat weitreichende Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche. Auf den Punkt gebracht: „Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter, bunter und weniger und diese Entwicklungen finden regional unterschiedlich statt.“

 

Aufgrund des höheren Anteils älterer Mitglieder, ist zu erwarten, dass die Kirche von den Folgen des demografischen Wandels stärker und früher betroffen sein wird als der Staat. Die Mitgliederprognosen der EKHN gehen von regional unterschiedlichen Entwicklungen aus: Im Rhein-Main-Gebiet wird erwartet, dass die Bevölkerungszahl mittelfristig eher konstant bleibt. Gleichzeitig ist mit einem deutlichen Rückgang der Kirchenmitglieder (- 20 %) zu rechnen. In den ländlichen Regionen, wird die Bevölkerungszahl abnehmen bei geringerem Rückgang der Kirchenmitglieder (unter 10 %).

 

Möglichkeiten intergenerationeller Arbeit

Unsere Kirche muss sich dieser demografischen Entwicklung stellen und Antworten entwickeln. Um die vielen gesellschaftlichen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft besser bewältigen zu können, sind Menschen mehr aufeinander angewiesen und brauchen ein verlässliches Miteinander. Die Kirchengemeinde und das Dekanat sind Orte der Gemeinschaft und der Solidarität. Und sie sind generationengemischt, auch wenn sich die einzelnen Altersgruppen verständlicherweise gerne getrennt voneinander treffen. Andererseits ist gerade das Miteinander der Generationen eine wesentliche Vorraussetzung für eine solidarische Gemeinschaft und eine zukunftsfähige Gesellschaft. Auf diesem Hintergrund sind z.B. Gottesdienste, das Gemeindefest, der Eine-Welt-Laden oder das Netzwerk Älter werden. gute Gelegenheiten, um interessante Begegnungen der Generationen zu schaffen und Generationensolidarität Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Intergenerationelles Lernen wird erleichtert, mit Themen und Aufgaben, die für alle Beteiligte attraktiv und wichtig sind. Ältere können durch die Fragen der Jüngeren angeregt werden ihr Leben zu reflektieren. Jüngere können die Erfahrungen der Älteren auf ihren Nutzen für die eigene Lebensplanung überprüfen.

 

Weitere Chancen des generationsübergreifenden Lernens werden in der Broschüre „Das Miteinander der Generationen in der Kirchengemeinde“ beschrieben.

 

Informationen und Anregungen zu generationsübergreifenden Projekten innerhalb der EKD auf den Seiten der EAfA unter:
http://www.ekd.de/eafa/modelle_projekte.html

 

Ein Beispiel in der EKHN:
Mehrgenerationenhauses Eschborn