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5. Wie wird Kirche attraktiv für „junge Alte“?

Was macht eine neue Altenarbeit aus, die besonders für das dritte Lebensalter Attraktivität ausstrahlt? Phantasie und Kreativität sind genauso gefragt wie Mut zum Experiment und das Wagnis, dass eine neue Idee mal nicht funktioniert. Die Arbeit mit den Älteren in der Kirchengemeinde braucht neben Programm und Personal auch entsprechende Strukturen und Ressourcen. Sie muss umfassender gedacht, vernetzter aufgebaut, integrativer entwickelt und programmatisch wie personell breiter aufgestellt sein. Für die konzeptionelle Ausrichtung sind Projektarbeit, Freiwilliges Engagement, Mitbestimmung und Mitgestaltung sowie selbstorganisiertes Lernen wichtig.

 

Freiwilliges Engagement, aktive Öffnung zur Mitgestaltung und echte Teilhabe sind entscheidende Gütekriterien und Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer modernen kirchlichen Altenarbeit. Zu den dringlichsten Aufgaben einer professionellen und transparent koordinierten kirchlichen Altenarbeit gehören klare Rahmenbedingungen sowie neue Wege zu einer aktiven Einbeziehung, Beteiligung und Mitbestimmung von alten Menschen.

 

Freiwilliges Engagement als Ressource

Alte Menschen sind in hohem Maß bereit, ihre Zeit und ihre Kompetenz für die Gesellschaft einzubringen Sie suchen manchmal geradezu nach neuen Herausforderungen, Rollen und Aufgaben. Dabei wollen sie substantiell mitsprechen können und genügend Raum für eigenständiges Handeln erhalten. Gleichzeitig können immer mehr gesellschaftliche wie kirchliche Aufgaben zukünftig nur noch mit der Unterstützung freiwillig engagierter Menschen realisiert werden. Innovative Ansätze in der kirchlichen Altenarbeit zeigen, wie durch Ansprache „auf Augenhöhe“ oder durch zeitlich begrenzte Projektarbeit den Wünschen nach aktiver Mitgestaltung entsprochen werden kann. Ebenso wichtig ist die Qualifizierung der Ehrenamtlichen sowie eine angemessene Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt.

 

Projektarbeit fördern

Für die kirchliche Altenarbeit ist es wichtig mehr Projektarbeit zu fördern und diese gemeinsam und partnerschaftlich zu entwickeln. Es gilt dabei, „aus Betroffenen Beteiligte zu machen“. Deshalb ist diese Projektarbeit ebenso am Prinzip des erfahrungsgeleiteten, selbst organisierten Lernens zu orientieren, wie an einer intergenerativen Perspektive. Eine so verstandene Kultur- und Bildungsarbeit nutzt das freiwillige Engagement und die vielfältigen Potenziale älterer Menschen. Viele Menschen engagieren sich nicht mehr vorwiegend altruistisch. Es geht Ihnen immer auch um Selbstverwirklichung. Deshalb sollte die Projektarbeit für sie selbst wie auch für andere attraktiv sein. Diese neue Altenarbeit unterscheidet sich in Form und Inhalt deutlich von der bisherigen, eher standardisierten, traditionellen Unterstützungs- und Betreuungsarbeit.

 

 

Unter dem Titel „Selbstorganisierte Altenarbeit in der Kirchengemeinde -  in 8 Schritten zum Ziel“, hat die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD (EAfA) einen Leitfaden entwickelt.

 

Weitere Materialien zur Altenarbeit finden Sie auf den Internetseiten der Ev. Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAfA) in der EKD unter:
http://www.ekd.de/eafa/materialien.html

 

Fortbildung: Alter(n)ativen – Fortbildung in kirchlicher Altenarbeit 2010/2011



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